Montag, 7. März 2011

Der König stottert!

Gestern habe ich mir The King's Speech im Kino angesehen. Ein wirklich toller, gefühlvoller und auch humorvoller Film. Er erzählt die Geschichte des Herzogs von York, der, nachdem sein Bruder Edward VIII. als König von England abgedankt hat, seine Angst vor dem öffentlichen Sprechen und sein Stottern überwindet.
Colin Firth in der Rolle des stotternden Herzogs von York und späteren Georgs VI. hat seinen Oscar wirklich verdient! Die Mühe, die Zweifel, die es ihn kostet, sein Sprechen unter Kontrolle zu bekommen, werden von Firth sehr überzeugend dargestellt. Mit Geoffrey Rush als Sprachtherapeut hat Firth einen wunderbaren Gegenpart. Auch Helena Bonham Carter überzeugt als Königin Elizabeth (die spätere Queen Mum) in einer wieder weniger exaltierten Rolle als letzthin. Einziges Manko ist die Besetzung von Timothy Spall in der Rolle Winston Chruchills. Spall schafft es in seiner Darbietung nicht, den in den Harry Potter Filmen gegebenen Wurmschwnaz vergessen zu machen. Churchill wird so leider eher zu einer Witzfigur.
Dennoch bleibt der Film positiv im Gedächtnis. Auch Regie und Kamera tragen zu dieser Wirkung bei. So zum Beispiel, wenn der Herzog von York zu Beginn des Filmes für eine Rede an ein Mikro tritt wie ein Verurteilter zum Galgen, oder wenn die Kamera den designierten König den Thronfolgerat plötzlich aus der Perspektive eines Fünfjährigen wahrnehmen lässt, und damit zeigt, wie "Bertie" sich gerade fühlt.
Prädikat: empfehlenswert!

Sonntag, 13. Februar 2011

Die Unvereinbarkeit von Kunst und Leben - Black Swan

Gestern habe ich mir im Kino Black Swan angesehen. Die Geschichte einer Suche nach künstlerischer Perfektion, die letztlich unvereinbar mit dem Leben ist. Und so muss sich die Hauptfigur Nina Sayers entscheiden: Will sie leben oder eine perfekte Tänzerin sein? Durch eine wahnhafte Krise gelingt ihr schließlich die vollkommene Metamorphose, sie kann sowohl den weißen als auch den schwarzen Schwan tanzen und so gelingt ihr schließlich der Triumph in der Kunst um den Preis ihres Lebens.
Bei aller Ästhetik ist Black Swan auch ein drastischer und zuweilen schockierender Film. Die Unverhersehbarkeit der Ereignisse geht jedoch gegen Ende des Filmes ein wenig verloren. Was bleibt sind die grandiose schauspielerische Leistung von Natalie Portman und die großartigen  Bilder, die der Film bietet.